07
12
2020

Weitere simple Rezepte mit Erdäpfel, aus dem Elsass und Co.

Hallo zusammen,

ich habe heute zwei weitere unkomplizierte Rezeptideen für euch. Und dazu gibts noch Infos zum Begriff: biologische Wertigkeit, warum die Erdäpfel eine tolle Knolle ist und zur Herkunft des zweiten Rezeptes.

Das erste Rezept fiel mir während der Tage in Tirol relativ spontan beim Einkaufen ein. Es sind einfach Ofenerdäpfel. Ja, das ist jetzt nicht wirklich revolutionär aber wann hast du dir das letzte Mal so eine Kartoffel selbst zuhause zubereitet? Vielleicht verbindest du damit genau wie ich auch eher eine Speise die sich am Weihnachtsmarkt gut mit Glühwein und Co. kombinieren lässt. Somit holst du dir unweigerlich auch ein bisschen Weihnachtsstimmung auf den Teller. Erdäpfel sind ja in der oberösterreichischen Küche etwas ganz Essentielles. Und die Dinger sind auch echt gesund!

Erdäpfel sind nämlich eine gute Balaststoffquelle und gegen allgemeiner Meinung kalorienarm. Sie kommen auf 70 kcal/100g. Somit im Vergleich zu Reis, Brot und Nudeln der klare Gewinner in punkto kalorienarm. Natürlich kommt es auf die entsprechende Zubereitung an! Frittiert oder mit Mayonaise werden sie sehr wohl zur Kalorienbombe.

Erdäpfel liefern weiters hochwertiges Eiweiß, Kalium, Magnesium und Vitamin C.

Und nun zum Rezept…

OFENERDÄPFEL

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Fotocredit: kochrezepte.at

Zutaten: festkochende oder vorwiegend festkochende Erdäpfel, Alufolie, Sauerrahm, frischer Schnittlauch, Salz, Pfeffer

Backrohr auf 200 Grad vorheizen. Die gereinigten Erdäpfel einfach einzeln in ein Stück Alufolie einwickeln. Auf den Rost oder auch auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Je nach Größe und Sorte brauchen die Erdäpfel ca. 25-40 min um gar/weich zu werden. Das kannst du mit einer Gabel durch Anstechen testen.

Für die Soße den Sauerrahm mit dem klein geschnittenen Schnittlauch, Salz und Pfeffer verrühren.

Die Erdäpfel der Länge nach halbieren, Soße drauf und genießen.

Natürlich kannt du dieses Rezept noch beliebig erweitern, z.B.

mit klein gehacktem Zwiebel, Speckwürfeln, geriebenem Käse, Feta, angerösteten Pilzen mit Ei,…

Ich esse übrigens eigentlich fast immer auch die Schale mit.

Die Kombination von Erdäpfeln mit Ei gilt aufgrund der hohen biologischen Wertigkeit außerdem als wahre Sportnahrung.

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Fotocredit: ichkoche.at

Was ist biologische Wertigkeit?

Einfach ausgedrückt versteht man darunter den Maßstab für die Qualität von Nahrungsproteinen. Je höher die Wertigkeit, desto besser kann der Körper das Protein zu körpereigenen Muskelzellen umwandeln. Sowohl tierische als auch pflanzliche Lebensmittel liefern deinem Körper Eiweiß. Die Zusammensetzung aus Aminosäuren ist bei diesen Proteinen unterschiedlich, sowie auch ihre Bioverfügbarkeit. Pflanzliches Eiweiß hat oftmals eine niedrigere Wertigkeit als tierisches Eiweiß. Das bedeutet, dass der Körper sie etwas schlechter in körpereigene Muskelmasse umwandeln kann. Mit entsprechenden Kombinationen, lässt sich das aber auch gut austricksen.

In diesem Zusammenhang wurde das Hühnerei als Referenzwert für die biologische Wertigkeit von Protein bestimmt. Es kommt auf den Wert von 100. Im Vergleich kommt z.B. Fisch auf Werte von über 90, das Eiweiß aus der Soyabohne auf 84, Kartoffeln auf 70.

Aber jetzt kommts!

Kombiniert man Ei mit Kartoffeln erreicht man damit eine unschlagbare biologische Wertigkeit von  136!

Weitere tolle Kombinationen sind aber auch:

  • Kartoffeln mit Topfen (du kannst also z.B. das obige Rezept noch einen Tick besser gestalten in dem du den Sauerrahm durch Topfen ersetzt)
  • Bohnen mit Mais (ich sag nur Chili, dazu gab es ja erst letztens auch das Rezept hier im Blog)
  • Haferflocken mit Soyamilch
  • Kichererbsen mit Sesampaste (Hummus)

 

Soviel dazu…

Ein weiteres Rezept, dass ich selbst am Wochenende erprobt habe, und schon lange auf der Liste hatte, ist der sogenannte Flammkuchen, stammt übrigens aus dem Elsass und Lothringen, dem Saarland sowie der benachbarten Pfalz und Baden.

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Fotocredit: brigitte.de

Und der Name? “Flammkuchen wurden früher vor dem Brot im Holzbackofen gebacken, um die erste starke Hitze auszunutzen. Sie waren außerdem ein Behelf, um die Temperatur des Ofens einzuschätzen. Wurden sie zu schnell dunkel, musste mit dem Einschießen des Brotes gewartet werden, bis der Ofen etwas abgekühlt war. Falls die Flammkuchen eine längere Backzeit benötigten, musste noch einmal geheizt werden. Der Name Flammkuchen kommt daher, dass die Flammen im Ofen noch nicht vollständig ausgelodert waren, wenn er eingeschoben wurde.” (Wikipedia, mal wieder)

 

FLAMMKUCHEN

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Fotocredit by: kuechengoetter.de

Zutaten für den Teig: 200g Mehl, 120ml Wasser, 4 EL Olivenöl, 1 Prise Salz

Zutaten als Belag (klassisch): Sauerrahm, Zwiebel, Tomaten, Feta, Speck, Salz Pfeffer

Die Zutaten für den Teig miteinander verkneten und 30 min zugedeckt ruhen lassen. Das Backrohr derweil auf  225 Grad Ober/Unterhitze vorheizen. Den Sauerrahm mit Salz und Pfeffer würzen. Zwiebel schälen und in Scheiben schneiden, ebenso die Tomaten waschen und klein schneiden, Feta klein schneiden.

Den Teig auf einer bemehlten Fläche dünn ausrollen, auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen, mit dem Sauerrahm einstreichen und mit dem restlichen Zutaten belegen. Im Backrohr ca. 15min knusprig braun backen.

Für den Belag sind mal wieder grundsätzlich keine Grenzen gesetzt.

Hier noch ein paar Ideen:

  • Ziegenkäse und Birnen/Feigen
  • Apfel und Käse
  • Champignons und Zuchini

 

Und damit wünsche ich dir einen guten Start in diese neue Woche. Immer schön brav weiter in Bewegung bleiben, dann steht auch dem Genuss von ein paar Keksen nichts im Wege.

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Alles Liebe,

Verena

 

 

author: Verena Hirzenberger