29
06
2020

… einfach mal machen und ins Tun kommen

Der heutige Regen beschert mir eine längere Pause, und somit die Möglichkeit euch mal wieder hier ein paar Gedanken da zu lassen. Das heutige Thema hat mich die letzten Tage immer mal wieder auf unterschiedliche Weise begleitet.

Mit dem heutigen Beitrag möchte ich versuchen dir Mut zu machen Dinge einfach mal zu machen, damit anzufangen und so ins Tun zu kommen.

Neben vielen anderen Modellen, die mehr oder weniger erfolgreich versuchen unterschiedliche menschliche Charaktere in diverse Gruppen einzuteilen, und davon ausgehend Schlüsse und Handlungsweisen zu verstehen oder voraus zu prognostizieren, gibt es für mich auch die sehr simple Unterscheidung zwischen Denkern und Machern (damit beziehe ich mich jeweils auf jedes Geschlecht).

Es gibt viele Menschen mit wirklich interessanten Ideen, Träumen und Projekten die leider jedoch nie umgesetzt werden. Der Klassiker ist ja auch der sogenannte Roman in der Schublade, der dort sein Leben fristet, ohne jemals Verlagsluft zu schnuppern.

Der Denker hat also in der Theorie faszinierende Ideen, oftmals bis ins kleinste I-Tüpfelchen ausgearbeitet und je nach Grad der Extrovertiertheit kann er darüber auch mitunter problemlos stundenlange Monologe führen. Triffst du ihn ein halbes Jahr später hat er übrigens bereits eine vollkommen anders geartete, aber nicht weniger geniale Idee. Warum aus der vorhergehenden dann doch irgendwie nichts wurde bleibt ungeklärt, hat jedoch auch keine Relevanz mehr, da die neue Idee ohnehin um vieles erfolgsversprechender ist, also zumindest laut dem Denker.

Der Macher hingegen hat eine Idee, oftmals davon zu Beginn vielleicht auch nur eine wage Vorstellung, aber Mut genug, vielleicht auch einen Schuss Naivität, der ihn sofort ins Handeln kommen lässt. Einfach mal munter drauf los. Anfangen und tun, das was schon machbar ist. Probieren und in Kauf nehmen, vielleicht auf die Schnauze zu fallen, Fehler zu machen.

machen

Eins der für mich schönsten Komplimente ist, wenn ich von jemanden als Macher bezeichnet werde. Wenn ich jemanden überzeugen konnte, etwas Neues einfach mal auszuprobieren, neugierig zu sein, Ideen umzusetzen erfüllt mich das mit großer Freude.

Auch als Trainerin höre ich oft sogenannte “Bremssätze” die ich dann vorsichtig versuche zu entkräften und Mut zu machen. Zwei davon:

  • “Dafür bin ich zu alt, das sollen die Jungen machen.”

ein gesundes Risikobewusstsein ist gut und wichtig, aber ob du etwas Neues erlernen kannst, ist in den seltensten Fällen tatsächlich vom Lebensalter abhängig. Übrigens sind meiner eigenen Erfahrung nach oftmals meine  “älteren (60 plus)” Kunden fitter als jene mit 25 Jahren.

  • “Ich möchte die anderen nicht aufhalten. Ich bin nicht so fit. oder auch: Ich muss erst wieder fitter werden um mitzumachen.”

auf manche Gruppen mag das schon zutreffend sein. Aber oftmals gestaltet ein guter Trainer eine Einheit so, dass jeder entsprechend seines Niveaus eine für sich passende Variante einer Übung findet. Fitter werden zu müssen, um an einem Kurs teilnehmen zu können der einen fit machen soll, führt irgendwie die ganze Sache ad absurdum. Hach, da kommt einem oft das Ego dazwischen, ich weiß, nicht einfach.

Weg vom Sport bzw. Bewegung und Training, macht es Sinn bei der Umsetzung einer Idee mit den ersten Schritten ins Tun zu kommen. Da ich durchaus auch gerne Dinge zerdenke, habe ich gelernt zwischen einer Idee, und dem ersten Schritt der Umsetzung, möglichst wenig Zeit verstreichen zu lassen. Damit meine ich nicht blauäugig ohne Plan ins Leere zu stolpern, aber zu verhindern, dass die Sammlung an “ja aber” nicht jedesmal die Zeit und damit viel Raum bekommt, die Umsetzung dieser Idee vor Beginn bereits wieder zum Erliegen zu bringen.

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Umgib dich zusätzlich mit Menschen, die zwar bewusst hin und wieder kritisch hinterfragen, jedoch dir deine Träume nicht kaputt reden sondern dich im Idealfall mit ihren eigenen inspirieren. Also Macher -und die die es werden möchten- brauchen andere Macher.

Unterstützung findest du übrigens dazu genau auf dieser Plattform: Im Grätzl

Und den Podcast von Christo Förster möchte ich in diesem Zusammenhang auch nochmals erwähnen. Er erklärt wunderbar den Unterschied zwischen Ergebnis- und Handlungszielen.

So, und mit diesem kleinen Gedankenausflug beende ich den heutigen Beitrag auch bereits wieder und wünsche dir von Herzen, dass auch du wagst “einfach mal zu machen,”

damit noch eine schöne Woche,

deine Verena

author: Verena Hirzenberger